Interkulturelles Lernen in der Kindertagesstätte

dm 1. August 2017

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Mit dem Projekt in Trägerschaft von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. wird interkulturelles Lernen in sächsischen Kindertagesstätten erlebbar gemacht. Toleranz, Weltoffenheit und Demokratie wird bereits in den Kinderschuhen gestärkt und damit antidemokratischen sowie fremdenfeindlichen Einstellungen frühzeitig aktiv entgegengewirkt. Die Volkshochschule Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unterstützt das Projekt als Partner vor Ort.




Anliegen ist es, in Kindertageseinrichtungen die Strukturen und ein Bewusstsein zu schaffen, das für vielfältige Lebensformen sensibilisiert, Toleranz und Weltoffenheit alltäglich erlebbar werden lässt, um Diskriminierung vorzubeugen. Die interkulturellen Kompetenzen werden somit bereits in frühester Kindheit entwickelt. Mit einfachen Mitteln wirkt das Projekt in die frühkindliche Bildung als auch die elterliche Erziehung hinein.
Pädagoginnen und Pädagogen profitieren von den interkulturellen Begegnungen vor Ort. Patinnen und Paten mit Migrationshintergrund gestalteten diese in den einzelnen Einrichtungen. Sie kommen aus verschiedenen Kulturkreisen wie der ehemaligen Sowjetunion (Russland, Usbekistan, Kasachstan, Aserbaidschan, Bulgarien, Polen und Tschechien), dem arabischen Raum (Libanon, Syrien, Palästina und Marokko) sowie Mexiko und Indonesien. Durch deren wöchentliches Mitwirken in der pädagogischen Arbeit von Kindertagesstätten über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten werden im interkulturellen Austausch und damit durch direkte Auseinandersetzung mit dem Anderssein und Fremdsein Barrieren abgebaut. Die Patinnen und Paten bringen ihre eigenen Ideen ein, gestalten Veranstaltungen mit, spielen mit den Kindern und regen zum Fragen und Antworten an. Interkulturalität wird dabei ein Stück gelebte Normalität. Bewusst ist die Gestaltung des Projektes in den Einrichtungen sehr offen und grundsätzlich kooperativ angelegt, d.h. sowohl die Kitas als auch die Patinnen und Paten haben die Möglichkeit, ihre Zusammenarbeit zum größten Teil individuell zu gestalten. Dies hat den Vorteil, dass gezielt auf spezifische Bedarfe vor Ort reagiert werden kann. Zusätzlich fanden Workshops mit Erzieherinnen und Erziehern, der Leitung, den Patinnen und Paten, Eltern sowie Zwischen- und Abschlussreflexionen statt.
Ein großer Vorteil für die Patinnen und Paten ist, dass sie im geschützten Raum „Kita“ zum Beispiel ihre Hemmnisse bei der Anwendung der deutschen Sprache abbauen und ihr Selbstbewusstsein stärken können sowie das Gefühl erleben, in Deutschland angekommen zu sein und gebraucht zu werden. Auch wird ihnen die Möglichkeit gegeben, sich in der frühkindlichen Arbeit auszuprobieren um hier eventuell eine berufliche Perspektive in Deutschland zu finden. Pädagogische Vorkenntnisse sind bei ihnen von Vorteil, aber keine Bedingung.


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