Integrationskurs für Zuwanderer

Die Volkshochschule Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V. ist ein vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anerkannter Sprachkursträger für Integrationskurse und führt regelmäßig die Kurse in den Geschäftsstelen in Pirna und in Freital durch. Auch in Neustadt in Sachsen kann der Kurs stattfinden. Die Kurse finden in der Regel am Vormittag mit 5 Unterrichtsstunden täglich statt. Bei Bedarf werden sie auch als Abendkurse angeboten. Wir beraten Sie gern, auch zu den finanziellen Fragen, und stellen für Sie die entsprechenden Anträge bei dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Was ist ein Integrationskurs? Der Integrationskurs ist ein Angebot für alle Zuwanderinnen und Zuwanderer, die auf Dauer in Deutschland leben und nur wenig oder gar kein Deutsch sprechen. Er besteht aus einem Sprachkurs mit 600 Unterrichtsstunden und einem Orientierungskurs mit 100 Unterrichtsstunden.

Basiskurs (300 Unterrichtseinheiten)

Basiskurs A1.1 100 Unterrichtseinheiten (1)

Basiskurs A1.2 100 Unterrichtseinheiten (2)

Basiskurs A2.1 100 Unterrichtseinheiten (3)

Aufbaukurs (300 Unterrichtseinheiten)

Aufbaukurs A2.2 100 Unterrichtseinheiten (4)

Aufbaukurs B1.1 100 Unterrichtseinheiten (5)

Aufbaukurs B1.2 100 Unterrichtseinheiten (6)

Orientierungskurs 100 Unterrichtseinheiten

Es gibt auch spezielle Integrationskurse zum Beispiel für Jugendliche sowie für Personen, die noch nicht richtig lesen und schreiben können. Diese Kurse dauern 1.000 Unterrichtsstunden.

Was lernen Sie im Sprachkurs?

Sie lernen den Wortschatz für alle wichtigen Bereiche des täglichen Lebens und der Arbeitswelt. Dabei geht es zum Bei¬spiel um Themen wie Einkaufen, öffentliche Verkehrsmittel, Kontakte mit Behörden, Wohnungssuche, Freizeitgestaltung mit Freunden und Nachbarn sowie Situationen im Alltag. Sie erfahren, wie man Briefe in deutscher Sprache schreibt, Formulare ausfüllt, telefoniert oder sich um eine Arbeitsstelle bewirbt. Sie üben den richtigen Umgang mit bekannten und mit neuen Wörtern und werden sicher im Umgang mit der deutschen Sprache.

Was lernen Sie im Orientierungskurs?

Sie lernen Deutschland kennen und erfahren das Wichtigste über die Gesetze und die Politik, die Kultur und die jüngere Geschichte Ihrer neuen Heimat. Sie erhalten Informationen über Ihre Rechte und Pichten, aber auch über den deutschen Alltag, Traditionen, Vorschriften und Freiheiten. Die Werte des demokratischen Systems in Deutschland sind wichtige Themen des Kurses. Dabei geht es um Religionsfreiheit, um Toleranz und Gleichberechtigung zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.

Wer kann teilnehmen?

• neu zugewanderte Ausländerinnen und Ausländer

• bereits länger in Deutschland lebende Ausländerinnen und Ausländer sowie Unionsbürgerinnen und Unionsbürger

• Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler

• deutsche Staatsangehörige mit unzureichenden Deutschkenntnissen

Wie geht es weiter?

Sie haben einen Berechtigungsschein zur Teilnahme an einem Integrationskurs erhalten? Dann kommen Sie mit dieser Bestätigung bitte zur Anmeldung in die Volkshochschule.

Wenn Sie keine Berechtigung haben, helfen wir Ihnen bei der Beantragung. Wir erledigen hier gemeinsam mit Ihnen die Anmeldeformalitäten, stellen bei Bedarf einen Antrag auf Kostenbefreiung und Fahrkostenzuschuss bzw. -erstattung.

In einem Einstufungstest wird festgestellt, welcher Kursabschnitt zu Ihren Sprachkenntnissen passt. Sie nehmen immer an dem Kursabschnitt teil, der Ihren persönlichen Kenntnissen und Fähigkeiten und Ihrem individuellen Lerntempo am besten entspricht.

Nach dem Sprachkurs folgt der Orientierungskurs mit 100 Unterrichtsstunden. Wenn Sie schon ausreichende deutsche Sprachkenntnisse haben, können Sie den Orientierungskurs auch ohne vorherigen Sprachkurs besuchen.

Am Ende des Integrationskurses findet ein Abschlusstest statt, der aus zwei Teilen besteht. Im Sprachtest wird geprüft, ob Sie über ausreichende mündliche und schriftliche Deutschkenntnisse verfügen. Im zweiten Teil des Tests wird geprüft, was Sie im Orientierungskurs gelernt haben. Sie können am Abschlusstest teilnehmen, ohne etwas dafür zu bezahlen. Wenn Sie beide Teile erfolgreich bestanden haben, erhalten Sie das „Zertifikat Integrationskurs“.

Wenn Sie im Abschlusstest keine ausreichenden Deutschkenntnisse (Niveau B 1) nachweisen, können Sie den Aufbausprachkurs (300 Stunden) einmal wiederholen. Dazu stellen Sie bitte einen Antrag bei einer Regionalstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Der Abschlusstest ist auch dann wieder kostenlos.

Die VHS ist ein lizenziertes Prüfungszentrum mit speziell ausgebildeten Prüfern für die Abnahme des Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) A2-B1 am Ende des Integrationskurses. Informationen zu der Sprachprüfung erhalten Sie unter hier

Was kostet die Teilnahme am Integrationskurs?

Die Bundesrepublik Deutschland trägt einen großen Teil der Kosten für die Integrationskurse. Sie selbst sind verpflichtet, sich mit 1,95 Euro pro Unterrichtsstunde an den Kosten zu beteiligen (Kostenbeitrag). Für jeden Kursabschnitt mit 100 Unterrichtsstunden zahlen Sie vor Kursbeginn jeweils 195 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie vom Kostenbeitrag befreit werden. Dies ist dann der Fall, wenn Sie Arbeitslosengeld II oder Hilfe zum Lebensunterhalt beziehen oder wenn Sie aus anderen Gründen finanziell bedürftig sind.

Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler müssen keinen Kostenbeitrag bezahlen.

Haben Sie innerhalb von zwei Jahren den Abschlusstest erfolgreich bestanden, d. h. ausreichende Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 nachgewiesen, können Sie auf Antrag die Hälfte des von Ihnen gezahlten Kostenbeitrages zurück erhalten. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Fahrtkosten zum Integrationskurs ganz oder teilweise erstattet zu bekommen, wenn Sie von der Zahlung des Kostenbeitrags befreit oder zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet sind.

Weitere Informationen: www.bamf.de/integrationskurs


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