Die Vortragsreihe "Weltblicke" ist ein Veranstaltungsformat des Projektes >>vhs unterwegs
„Haben Sie denn keine Angst?“ Diese Frage bekomme ich öfters zu hören, wenn ich erzähle, dass ich im Zelt alleine im Wald übernachte. Dabei bin ich ja gar nicht alleine. Tala, meine treue Hündin, begleitet mich auf all meinen Weit- und Fernwanderungen. Und sie ist eine sehr gute Alarmanlage. Auch nachts im Zelt… Diesmal führt uns die Reise von meiner Heimatstadt Pirna quer durch Deutschland bis nach Trier. Auf 950 Kilometern erleben wir dabei so einiges: Das kalte Erzgebirge, das Kloß-reiche Thüringen, die spektakuläre Rhön, das wildromantische Lahntal und den spirituellen Mosel-Camino. Dabei wandern wir nicht einfach nur durch Landschaften, sondern auch durch ihre Geschichte. So kreuzen wir mehrfach die ehemalige innerdeutsche Grenze und besuchen das zu DDR-Zeiten geteilte Dorf Mödlareuth. Von der Elbe zur Mosel oder von Pirna nach Trier - Deutschland zeigt sich uns in beeindruckender Vielfalt. Kommen Sie mit und staunen Sie!
Im Sommer 2025 reist Thomas Ranft mit seiner Familie nach Sibirien, um dort die Verwandten seiner russischen Frau zu besuchen. Kenntnisreich, spannend und authentisch erzählt er von einer Region, die nur noch von wenigen Deutschen besucht wird, zeigt großartige Landschaften und schildert schöne und skurrile Begegnungen.
Der Vortrag beleuchtet die Strategien von Extremisten, wie sie staatliche Institutionen kapern und ihrer Handlungsfähigkeit berauben. Sie tun dies, indem sie Amtsträger manipulieren und zum Widerstand aufrufen; indem sie den Staat sabotieren und ihn lahmlegen wollen; indem sie Institutionen mit Gefolgsleuten unterwandern und indem sie Waffen, Knowhow und Informationen entwenden. Das alles geschieht nicht zufällig, sondern folgt detaillierten Plänen, Staat und Demokratie von innen anzugreifen. Die Referenten geben einen Einblick, warum und wie die Machtzentren unserer politischen Ordnung ins Fadenkreuz von Rechtsextremisten, aber auch von anderen Demokratiefeinden geraten sind. Sie zeigen Beispiele, wie diese Infiltration vonstattengeht, und diskutieren, mit welchen Mitteln Staat und Gesellschaft der rechtsextremen Unterwanderung entgegentreten können. Tom Thieme ist Politikwissenschaftler seit 2017 Professor für Gesellschaftspolitische Bildung an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH). Er arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten zu den Themen Rechts-extremismus, Linksextremismus und Islamismus in Deutschland und Europa.
Im Mai 1940 kamen die ersten Polen als zivile Zwangsarbeiter in Possendorf im Süden Dresdens an. Unter ihnen der 19-jährige Adolf Kałwak. Als Landarbeiter wurde er einer Bauernfamilie zugeteilt, fand dort wohlwollende Aufnahme in der Familie. Diese Nähe widersprach den sogenannten Polen-Erlassen, in denen durch die deutsche Reichsregierung auf der Grundlage der Rassenideologie Umgang mit Polen verboten war. Ella Berger, die Wirtschaftsführerin und Adolf Kałwak wurden denunziert. Die Dresdner Gestapo übernahm die „Ermittlungen“. Beide überlebten den Terror des NS-Regimes nicht. Im August 2026 jährt sich die Ermordung Adolf Kałwaks zum 85. Male. Autor und Verleger Matthias Schildbach hat sich auf eine emotionale Suche gemacht, nach Spuren von Ella Berger und Adolf Kalwak gesucht und die Familien aus Sachsen und Polen zu einer Begegnung gebracht.