Andrea Wechsler liest aus ihrem neuen Buch „Hajde! Und wieder ruft der Balkan“ – einem Werk voller atmosphärischer Begegnungen, wilder Bergwelten und überraschender Geschichten aus weniger bekannten Regionen Südosteuropas. Die kurzweilige Mischung aus Lesung, Fotoshow und Live-Musik mit Henrik Saske am Akkordeon lässt das Lebensgefühl des Balkans unmittelbar spürbar werden. „Hajde! Und wieder ruft der Balkan“ knüpft an ihr vorheriges Buch „Balkan‑Geschnetzeltes. Und (wieder) kein Kochbuch“ an, erweitert den Blick und führt die Leserinnen und Leser noch tiefer in die facettenreiche Welt des Balkans. Ein Abend voller Geschichten, Bilder und Klänge – lebendig, poetisch und mit einer Prise Abenteuerlust gewürzt.
Sibirien - ein Wort, das Sehnsüchte auslöst und nach Abenteuer klingt. Viele sind unfreiwillig dort gelandet; manche haben sich freiwillig auf den Weg gemacht und dann darüber Bücher verfasst. Was haben Deutsche in dieser Weltgegend erlebt und beschrieben? Thomas Ranft gibt einen Einblick in seine Sibirien-Bibliothek und in eigene Erlebnisse aus der Baikal-Region. Abgerundet wird der Vortrag mit Liedern auf dem russischen Knopfakkordeon Bajan und Klängen auf der jakutischen Maultrommel.
Gibt es in Sibirien auch Musikschulen und Orchester? Warum braucht ein russisches Cello einen Reisepass? Welche Instrumente gibt es am Baikalsee noch außer dem Bajan-Knopfakkordeon und der dreieckigen Balalaika? Thomas Ranft hat während seines fünfjährigen Aufenthaltes in Ulan-Ude Straßenmusik gemacht, einen Studentenchor geleitet und das Opernhaus immer mal durch den Diensteingang betreten. Er berichtet kenntnisreich und anschaulich über hierzulande eher unbekannte kulturelle Welten.
Auf der zweitgrößten Mittelmeerinsel unterwegs zu sein, bedeutet Abenteuer und Herausforderung. Meine Hündin und ich erleben hautnah die Anstrengungen und Schönheiten Sardiniens im Winter. Der Sentiero Italia führt uns von den bizarren Felsformationen der Sette Fratelli im Süden durch das anspruchsvolle Gennargentu-Gebirge im Zentrum. Viele Mufflons und Esel später geht´s durch die steilen Wände des Supramonte-Gebirges zur Ostküste, wo uns das kristallklare Wasser des Mittelmeeres in Empfang nimmt. Im Norden, in Santa Teresa di Gallura, angekommen, bewundern wir die fantastischen Granitblöcke: Anziehungspunkt für Boulderer aus aller Welt. Stürmischer Wind, tiefe Höhlen, wilde Flüsse, intensive Begegnungen, heiße Tage und kalte Nächte. Das und vieles mehr ist meine Reise in Sardinien.
Karls Geschichte ist der Weg eines Funkers der Luftwaffe bei einer Flak-Batterie, der vom Kanonier zum Unteroffizier aufgestiegen ist. Er fand und verlor Freunde und Kameraden. Seine Tagebücher schrieb er nicht im Nachhinein, er schrieb sie vor Ort: in Gefechtspausen, im Unterstand, in schlaflosen Nächten, auf den Fahrten durchs Kriegsgebiet. Einige von ihnen fanden auf unerklärliche Weise den Weg nach Hause und blieben erhalten. Schwerpunkt des Buches bilden die Erlebnisse in den Jahren 1942 und 1943 im Mittelabschnitt der Ostfront. KARL EYMANN (1917-1991) war der Sohn eines Maurerpoliers. Sein Weg war zeitgemäß: Schule, Malerlehre, Arbeitsdienst, Wehrmacht. 1939 nahm er an der Besetzung der Tschechoslowakei teil, 1939 am Polenfeldzug, 1940 am Westfeldzug. Aus anfänglicher Begeisterung wurde im Laufe des Krieges Resignation, Verbitterung, Zweifel. Eymann erlebte in unmittelbarer Frontnähe den Krieg im Osten zwischen 1941 und 1944. Er überlebte und kehrte heim. Karl Eymanns Kriegstagebücher sind zusammen mit seinen vollbespickten Fotoalben nicht nur ein einmaliges geschichtliches Zeugnis, sie sind zugleich Mahnung an das, welches Grauen der Krieg offenbaren kann.