Die Vortragsreihe "Weltblicke" ist ein Veranstaltungsformat des Projektes >>vhs unterwegs
„Haben Sie denn keine Angst?“ Diese Frage bekomme ich öfters zu hören, wenn ich erzähle, dass ich im Zelt alleine im Wald übernachte. Dabei bin ich ja gar nicht alleine. Tala, meine treue Hündin, begleitet mich auf all meinen Weit- und Fernwanderungen. Und sie ist eine sehr gute Alarmanlage. Auch nachts im Zelt… Diesmal führt uns die Reise von meiner Heimatstadt Pirna quer durch Deutschland bis nach Trier. Auf 950 Kilometern erleben wir dabei so einiges: Das kalte Erzgebirge, das Kloß-reiche Thüringen, die spektakuläre Rhön, das wildromantische Lahntal und den spirituellen Mosel-Camino. Dabei wandern wir nicht einfach nur durch Landschaften, sondern auch durch ihre Geschichte. So kreuzen wir mehrfach die ehemalige innerdeutsche Grenze und besuchen das zu DDR-Zeiten geteilte Dorf Mödlareuth. Von der Elbe zur Mosel oder von Pirna nach Trier - Deutschland zeigt sich uns in beeindruckender Vielfalt. Kommen Sie mit und staunen Sie!
Im Sommer 2025 reist Thomas Ranft mit seiner Familie nach Sibirien, um dort die Verwandten seiner russischen Frau zu besuchen. Kenntnisreich, spannend und authentisch erzählt er von einer Region, die nur noch von wenigen Deutschen besucht wird, zeigt großartige Landschaften und schildert schöne und skurrile Begegnungen.
Im Mai 1940 kamen die ersten Polen als zivile Zwangsarbeiter in Possendorf im Süden Dresdens an. Unter ihnen der 19-jährige Adolf Kałwak. Als Landarbeiter wurde er einer Bauernfamilie zugeteilt, fand dort wohlwollende Aufnahme in der Familie. Diese Nähe widersprach den sogenannten Polen-Erlassen, in denen durch die deutsche Reichsregierung auf der Grundlage der Rassenideologie Umgang mit Polen verboten war. Ella Berger, die Wirtschaftsführerin und Adolf Kałwak wurden denunziert. Die Dresdner Gestapo übernahm die „Ermittlungen“. Beide überlebten den Terror des NS-Regimes nicht. Im August 2026 jährt sich die Ermordung Adolf Kałwaks zum 85. Male. Autor und Verleger Matthias Schildbach hat sich auf eine emotionale Suche gemacht, nach Spuren von Ella Berger und Adolf Kalwak gesucht und die Familien aus Sachsen und Polen zu einer Begegnung gebracht.
Andrea Wechsler liest aus ihrem neuen Buch „Hajde! Und wieder ruft der Balkan“ – einem Werk voller atmosphärischer Begegnungen, wilder Bergwelten und überraschender Geschichten aus weniger bekannten Regionen Südosteuropas. Die kurzweilige Mischung aus Lesung, Fotoshow und Live-Musik mit Henrik Saske am Akkordeon lässt das Lebensgefühl des Balkans unmittelbar spürbar werden. „Hajde! Und wieder ruft der Balkan“ knüpft an ihr vorheriges Buch „Balkan‑Geschnetzeltes. Und (wieder) kein Kochbuch“ an, erweitert den Blick und führt die Leserinnen und Leser noch tiefer in die facettenreiche Welt des Balkans. Ein Abend voller Geschichten, Bilder und Klänge – lebendig, poetisch und mit einer Prise Abenteuerlust gewürzt.