Im Sommer 2025 reist Thomas Ranft mit seiner Familie nach Sibirien, um dort die Verwandten seiner russischen Frau zu besuchen. Kenntnisreich, spannend und authentisch erzählt er von einer Region, die nur noch von wenigen Deutschen besucht wird, zeigt großartige Landschaften und schildert schöne und skurrile Begegnungen.
Im Mai 1940 kamen die ersten Polen als zivile Zwangsarbeiter in Possendorf im Süden Dresdens an. Unter ihnen der 19-jährige Adolf Kałwak. Als Landarbeiter wurde er einer Bauernfamilie zugeteilt, fand dort wohlwollende Aufnahme in der Familie. Diese Nähe widersprach den sogenannten Polen-Erlassen, in denen durch die deutsche Reichsregierung auf der Grundlage der Rassenideologie Umgang mit Polen verboten war. Ella Berger, die Wirtschaftsführerin und Adolf Kałwak wurden denunziert. Die Dresdner Gestapo übernahm die „Ermittlungen“. Beide überlebten den Terror des NS-Regimes nicht. Im August 2026 jährt sich die Ermordung Adolf Kałwaks zum 85. Male. Autor und Verleger Matthias Schildbach hat sich auf eine emotionale Suche gemacht, nach Spuren von Ella Berger und Adolf Kalwak gesucht und die Familien aus Sachsen und Polen zu einer Begegnung gebracht.
Andrea Wechsler liest aus ihrem neuen Buch „Hajde! Und wieder ruft der Balkan“ – einem Werk voller atmosphärischer Begegnungen, wilder Bergwelten und überraschender Geschichten aus weniger bekannten Regionen Südosteuropas. Die kurzweilige Mischung aus Lesung, Fotoshow und Live-Musik mit Henrik Saske am Akkordeon lässt das Lebensgefühl des Balkans unmittelbar spürbar werden. „Hajde! Und wieder ruft der Balkan“ knüpft an ihr vorheriges Buch „Balkan‑Geschnetzeltes. Und (wieder) kein Kochbuch“ an, erweitert den Blick und führt die Leserinnen und Leser noch tiefer in die facettenreiche Welt des Balkans. Ein Abend voller Geschichten, Bilder und Klänge – lebendig, poetisch und mit einer Prise Abenteuerlust gewürzt.
Sibirien - ein Wort, das Sehnsüchte auslöst und nach Abenteuer klingt. Viele sind unfreiwillig dort gelandet; manche haben sich freiwillig auf den Weg gemacht und dann darüber Bücher verfasst. Was haben Deutsche in dieser Weltgegend erlebt und beschrieben? Thomas Ranft gibt einen Einblick in seine Sibirien-Bibliothek und in eigene Erlebnisse aus der Baikal-Region. Abgerundet wird der Vortrag mit Liedern auf dem russischen Knopfakkordeon Bajan und Klängen auf der jakutischen Maultrommel.
Gibt es in Sibirien auch Musikschulen und Orchester? Warum braucht ein russisches Cello einen Reisepass? Welche Instrumente gibt es am Baikalsee noch außer dem Bajan-Knopfakkordeon und der dreieckigen Balalaika? Thomas Ranft hat während seines fünfjährigen Aufenthaltes in Ulan-Ude Straßenmusik gemacht, einen Studentenchor geleitet und das Opernhaus immer mal durch den Diensteingang betreten. Er berichtet kenntnisreich und anschaulich über hierzulande eher unbekannte kulturelle Welten.